Geschenke zu bekommen ist toll. Geschenke zu machen aber auch. Wie wäre es, diese, statt in Papier, mit Stoff zu verpacken? Zum Beispiel im japanischen Furoshiki-Style? Der lebt von stilvollen, aber lässigen Knotentechniken.

Geschenke verpacken mit Stoff im Furoshiki-Stil

Basis der Furoshiki-Technik sind quadratische Stoffcoupons. Je nach Größe eures Geschenks sollte der Wunschstoff entsprechend breit liegen. Für kleinere Geschenke kann man gut Reststücke benutzen. Für die unterschiedlichen Knotentechniken findet ihr gute schematische Zeichnungen im Netz. Einfach mal eine Suchmaschine befragen und schon bekommt ihr einige Ergebnisse. {Die Übersicht, nach der ich verpackt habe findet ihr auf der Seite des Japanischen Umweltministeriums: How to use a „Furoshiki“.}

Für die romantische Variante habe ich einen zarten Millefleur-Stoff und ein quadratisches Stück breite Spitze gewählt. Den Stoff wie eine Raute auf den Tisch legen, das Geschenk mittig darauflegen. Die Kante zeigt nach vorn. Die vordere und hintere Ecke nacheinander über das Geschenk legen. Die beiden anderen Spitzen mit einem Halbknoten schließen. Die Spitze mittig etwas zusammenraffen, auf den Halbknoten legen. Darüber die Ecken des Millefleur-Stoffs noch mal doppelt verknoten. Alles etwas zurechtzuppeln – fertig.

Der Rosenknoten beginnt ganz ähnlich. Auch hier liegt der Stoff wie eine Raute auf dem Tisch. Das Geschenk zeigt mit einer Kante nach vorn. Zwei Ecken nacheinander um das Paket schlagen. Dann die beiden anderen Ecken glatt über die Kanten und zur Mitte legen, verknoten. Ein Stoffende nach oben ziehen, das andere Ende darum legen, die Spitze verschwinden lassen. Das andere Stoffende um den Knoten führen und auch unter dem Knoten verschwinden lassen. Diese Verpackung und vor allem der Knoten werden besonders schön, wenn das Stoffquadrat ausreichend groß ist. Dann kann man quasi zur „Drapier-Queen“ werden.

Die letzte Variante schließt mit zwei Knoten. Den Stoff wieder wie eine Raute auf den Tisch legen. Die lange Kante zeigt nach vorn. Den Stoff an der hinteren langen Kante nach oben klappen, so dass die Stoffspitze auf der Geschenkoberseite nahe der rechten, kurzen Seite liegt. Den Stoff an der rechten, schmalen Seite nach oben klappen. Die Stoffspitze mit der anderen verknoten. Die Stoffspitze, die auf euch gerichtet ist, nach oben und dann nach rechts unter dem ersten Knoten herführen. Durch die Stofföffnung führen und in Richtung linke Geschenkseite klappen. Den ersten Knoten darüber noch mal verknoten. Die verbleibende, linke Stoffspitze nach oben führen und die beiden Spitzen doppelt miteinander verknoten. {Bei dem Zweifach-Knoten hilft die Schemazeichnung wirklich sehr! ;)} Das Ganze ein bisschen in Form ziehen. Allzu ordentlich und genau muss es für meinen Geschmack nicht sein. Wer mag, legt noch eine breite Blumenspitze ums Geschenk, so dass die Bandenden dem Geschenk liegen. Diese einfach mit ein, zwei Heißklebepunkten befestigen.

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen Lust auf die Welt der Furoshiki-Kunst machen. Die Möglichkeiten sind unglaublich vielfältig. Auch für die schwierigsten Formate sind lässige Lösungen dabei. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Mit dieser Idee sind wir mit von der Partie bei Handmade on Tuesday, den Dienstagsdingen und den Kreativas von Decorize.

2 Kommentare

  1. Was für eine super Idee. Jetzt weiß ich endlich, was ich mit meinen übrigen Stoffen machen kann!!!
    Vielen Dank!

    Antworten
    • Freut mich, dass es dir gefällt. Ich finde auch: Das ist die perfekte Verwertung, sieht gut aus und fasst sich schön an.
      Liebe Grüße Jutta

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